Bei diesem Thema gibt es viele Mißverständnisse:
zunächst ist anzumerken, daß sich Alternativmedizin selbst abgrenzt gegenüber der Schulmedizin. Gemeint ist damit, daß “Alternativmediziner” andere als durch Studien belegte Wege in Diagnostik und Heilmethodik gehen. Dies birgt die Chance, daß noch nicht etablierte Methoden den Weg zum Patienten finden. Sollte sich eine Methode dann in Studien als wirksam, nebenwirkungsarm und für die allgemeine Anwendung als brauchbar herausstellen, dann wird sie Eingang finden in die etablierte Medizin (Schulmedizin). Allerdings kann und muß die Medizin auch Methoden verwerfen, die z.B. zu nebenwirkungsreich oder aus anderen Gründen unbrauchbar sind, auch wenn es in Einzelfällen so aussieht als hätten sie geholfen. So gilt z.B. für die Bach´sche Blütentherapie, daß bisher kein Wirksamkeitsnachweis geführt werden konnte, obwohl es sie schon lange gibt (Bach lebte von 1886 bis 1936). Gleiches gilt nach wie vor für die von Hahnemann (bereits im 18. Jahrhundert) erfundene Homöopathie.
Demgegenüber gilt für die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), daß sie etablierter Bestandteil der Schulmedizin geworden ist, da sie ihre Wirksamkeit gezeigt hat.
Buchempfehlung zum Thema:
Handbuch der Stiftung Warentest
“Die Andere Medizin”
ISBN 3-924286-96-5