Coronavirus Information Praxis Reiter/Timnik

8. November 2020

Stand 08.11.2020; Änderungen gegenüber 24.10. sowie Wichtiges in roter Schrift;

 

Liebe Patienten und Patienteneltern;

Das Coronavirus beschäftigt uns alle und wird uns wohl die nächsten 2 Jahre beschäftigen. Augsburg ist derzeit so etwas wie ein Hotspot in Bayern. Weiterhin müssen wir zusehen, dass wir die Epidemie bis zu einer wirksamen Therapie oder der Verfügbarkeit eines Impfstoffes im Griff behalten.

Um das Ziel der langsamen Ausbreitung weiterhin zu verfolgen, kann jeder etwas beitragen (s.u.), wir befinden uns in der 2.Welle, wie erwartet, und weiterhin geht es um persönliche Verantwortung! Es heißt also: „Schlau sein, klug handeln!“

 

Bedeutung für Schulen und Kitas:

Die Staatsregierung hat zum Schulbeginn nach den Ferien die Stufenpläne für Schulen aufgehoben. Die lokalen Gesundheitsbehörden wollen laut Presseinformationen daran festhalten. Das RKI hat letzte Woche eine neue Teststrategie veröffentlicht für ganz Deutschland. Wir sind gespannt wie das weitergeht….

Was ist zu tun?

    1. Richtig Kranke Kinder (Bronchitis, Fieber) werden abgestrichen: PCR. Falls ganz klar Scharlach oder Mittelohrentzündung oder Harnwegsinfekt, dann natürlich nicht. Atteste werden ausgestellt bei neg. Test (oder vorgezeigt auf WarnApp: Bitte holen Sie sich alle die Warn App!!!!) sofern dies verlangt wird. Von der Staatsregierung ist das ja so vorgesehen (s.u.).
    1. Kinder mit geringfügigen Symptomen, die in Schule oder Kita gehen, sind eigentlich auch abzustreichen laut RKI Teststrategie (s.u.). Laut Staatsregierung braucht es für die weiterführenden Schulen auch nach geringfügigen Infekten ggf. einen Abstrich und darüber hinaus ein Attest, solange die Inzidenzwerte so hoch sind. Nicht so für die Grundschulen und Kitas, sowie Betreuungseinrichtungen (Hort o.Ä.).Allerdings, wenn jemand 5 Tage zu Hause geblieben ist, ist der Abstrich u.U. überflüssig. Wir werden im Einzelfall entscheiden. Hängt ja auch vom konkreten Kontakt ab. Atteste ohne Abstrich, sofern verlangt in so einem Fall, sind Kosten pflichtig (5 Euro). Dies gilt insbesondere für Grundschüler und KiTa-Kinder.
    2. Schnelltests sind nur ausnahmsweise sinnvoll: sie zeigen an, dass der Patient gerade nicht infektiös ist, was am nächsten Tag schon wieder anders sein kann. Diese Tests sind Kosten pflichtig: Ca. 40 Euro. Vom Gesundheitsamt angeordnete Tests sind derzeit immer PCR Tests und Kosten frei.
      In ganz seltenen Fällen können wir also auch einen Schnelltest durchführen, z.B. vor dringendem Besuch der Großeltern bei Schnupfennase etc., aber auch nur bei von uns betreuten Kindern und ggf. deren Eltern. Oder wenn die KiTa oder Grundschule (ohne Anweisung durch das Gesundheitsamt) so etwas verlangt. Der Schnelltest ist nicht so sicher wie der PCR Test aber, wenn er negativ anzeigt, für 1-2 Tage ganz passabel…ein positiver Befund muss nachgetestet werden durch PCR.

    Quarantäne:

    Grundsätzlich gilt: Falls es für Sie oder eines Ihrer Kinder zu einer durch das Gesundheitsamt ausgesprochenen Quarantäne Situation kommt, dann gilt:

    Natürlich stellen wir Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Kinder-AUs aus, wenn die betreffende Person erkrankt ist (Erkältung z.B.). Auch während einer Quarantäne. Dies dürfen wir auch über die Videosprechstunde feststellen!!!!

    Masken:

    Bitte tragen Sie Masken. Es gibt immer mehr wissenschaftliche Evidenz, dass Masken das Infektionsgeschehen verringern und Leben retten.

    Bei uns gibt es nur ausnahmsweise (z.B. bei Muskeldystrophie) Befreiungsatteste vom Tragen der Masken. Wenn jemand schlecht Luft bekommt, liegt das nicht an der einfachen MNS (blau, grün. rosa, sog. OP-Masken). Manchmal sind die selbst genähten allerdings ein Problem. Dann nehmen Sie die einfachen MNS, die es jetzt auch in Kindergrößen gibt. Aber es gibt ja auch andere Ursachen für Atembeschwerden. Sprechen Sie mit uns. Auf keinen Fall darf eine Erkrankung übersehen werden, weil man denkt, die Maske mache das Problem!!!!

    Wir werden in der Praxis natürlich alle FFP 2 Masken tragen. Da jeder/jede in geschlossenen Räumen Masken tragen sollte, bitten wir sie die Ihnen von uns Masken anzunehmen und während Ihrer Zeit in der Praxis zu tragen. Besser, Sie bringen Ihre eigenen Masken mit. Und bitte bedecken Sie auch die Nasen!!!! Bitte lassen Sie die Masken auf, auch wenn wir nicht im Raum sind!!! (wegen der Tröpfchen!!). Das Maskentragen in Bayern ist ja Pflicht beim Einkaufen. Wir alle sollten versuchen den „Atemnebel“ in geschlossenen Räumen zu reduzieren. Insbesondere Tröpfchen werden abgefangen so dass die Oberflächen der Räume hinterher nicht kontaminiert sind und es zu weniger Schmierinfektionen kommt. Man kann diese Masken überall kaufen. Warum also nicht ein Fünfzigerpack kaufen für die Familie? Bitte auch nicht zu oft verwenden, am besten nur eine pro Tag und wenn man hineingenießt hat: danach eine neue Maske nehmen. Das sind eigentlich Einmalprodukte. Übrigens: Die Schals und Tücher nützen gar nichts.

     

    Praxisorganisation (keine Änderung seit 24.10.):

    1. Alle Patienten werden versorgt. Wenn möglich bitte immer nur 1 Begleitperson in der Praxis!! Wir würden uns freuen, wenn Sie auch für die derzeit kurzen Wartezeiten eigene Spielsachen, oder ggf. Malsachen mitbringen würden!!! Meist können die Kinder gleich in die Zimmer. Sollten mehr als 2 Familien warten müssen außerhalb der Behandlungszimmer, dann werden wir Sie bitten im Auto oder draußen zu warten. Bitte auf Abstände achten und MNS tragen!!!!! Bitte auch die Nase bedecken, das scheint nach neueren Informationen besonders wichtig zu sein.
    1. Infektiöse Patienten, d.h. Kinder mit Fieber, Husten, Durchfall, werden in einer gesonderten Sprechstunde gesehen. Da wir 2 Eingänge haben, können wir das derzeit noch gut organisieren. Die Zeiten für unsere Infektionssprechstunde legen wir je nach Patientenaufkommen fest. Meist am späten Vormittag und/oder am frühen Nachmittag (s.u. Punkt 8). Wir machen auch Abstriche, falls erforderlich. Kinder und Jugendliche mit leichten Erkältungssymptomen kommen in die normale Sprechstunde. Wenn möglich natürlich mit Maske.
      Falls Sie mit einem kranken Kind nicht zu den vorgegebenen Zeiten kommen oder gar unangemeldet, kann es sein, dass die Helferinnen Sie ggf. wieder nach Hause schicken und zu einem späteren Zeitpunkt bestellen, denn sie sind angewiesen darauf streng zu achten, dass wir gesunde oder nur verschnupfte Kinder und sicher infektiöse Kinder voneinander trennen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.
      Falls Sie nicht sicher sind, ob ihr Kind einen fieberhaften Infekt hat, rufen Sie bitte vorher an der Anmeldung an, spätestens vom Parkplatz aus.
      Wenn Sie zum Termin da sind, rufen Sie nochmal vom Auto aus in der Praxis an. Wir schleusen Sie ein in unser Infektionszimmer. Dort untersuchen wir dann mit Kittel, Haube und Maske (nicht erschrecken!). Dieses Vorgehen hat sich für uns bisher bewährt.
    1. Wir werden in der Regel keine Unterlagen mehr aus Zellstoff oder Papier nutzen. Die Liegen werden nach jedem Patienten desinfiziert. Bitte bringen Sie für die Babies und kleinen Kinder eigene Unterlagen oder Handtücher mit. Nur falls Sie diese vergessen werden wir von uns Unterlagen bereitstellen.
    1. Verschieben Sie keine Impfungen und Vorsorgen, auch keine Fragen an uns auf „nach der Krise“. Es ist nicht sicher, wie lange die ganze Sache dauern wird!
      Auch U2 Vorsorgeuntersuchungen machen wir zu gesondert vereinbarten Terminen. In der Praxis haben wir alle Geräte zur Verfügung, auch den Hörscreener.
    1. Bitte auch das Maskentragen und die Händedesinfektion üben!!! Erwachsene und Kinder. Nicht außen an die Masken fassen!!! Es gibt dazu Videos im Internet.
    1. Unsere Patienten mit Beeinträchtigung des Immunsystems, d.h. Patienten nach Herz-, Leber- Nieren- oder Knochenmarkstransplantation, sowie Patienten mit Autoimmunerkrankungen (Schilddrüse, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Rheuma Arthritis) und natürlich unsere Patienten mit anderweitigen, genetisch bedingten Einschränkungen des Immunsystems (z.B. Di George, Trisomie, andere genetische Erkrankungen) oder Mukoviszidose werden gesondert versorgt, nach individueller Terminabsprache.

    Allerdings zeigt sich bisher, dass diese Patienten entgegen unserer Annahmen nicht stärker gefährdet sind für einen schweren Verlauf von Covid 19. Das ist eine gute Nachricht.

    Immer wieder werden wir von besorgten Eltern gefragt, ob sie ihre immungeschwächten Kinder oder Kinder mit Asthma in die Schule geben können. Wir raten:

    • Asthma: kein Problem, wenn es gut eingestellt ist. Fragen Sie gerne in der Praxis nach: wir stellen alle Asthmatiker in dieser Zeit eher vorsichtig, d.h. sehr gut ein. Die Kinder sollen in die Schule gehen und Masken tragen (Mund und Nase!)
    • Immunsuppression: Bisher gab es auch hier keine Dramatik in dem Sinne, dass viele dieser Kinder schwer erkrankt wären. Allerdings sind die Zahlen auch gering und es mag einzelne Konstellationen geben, für die wir einfach zu wenig wissen und es dann zu einer bösen Überraschung kommt. Wir empfehlen: Masken tragen! Unter Umständen auch FFP 2 Masken, wenn die Infektionszahlen nach oben gehen (s.u., Tages aktuelle Info über die Landratsämter oder die Stadt Augsburg abfragen!). Es gibt jetzt auch kleinere… (Fa. Starbuss).
    • Und dennoch: falls Sie große Sorge haben (z.B. für transplantierte Kinder, oder Kinder mit Rheuma unter bestimmten Medikamentenkombinationen) können wir die Kinder für 3 Monate vom Präsenzunterricht befreien.
    1. Unsere Patienten kennen in der Regel auch die Handynummer für telefonische Beratung am Mittwoch oder am Wochenende (Notfälle). Falls nicht, melden Sie sich in der Praxis.
    2. Videosprechstunde: Hautausschläge können wir meist gut über die Videosprechstunde behandeln. Ebenso Kopf- und Bauchschmerzen, sofern nicht eine dringende Untersuchung erforderlich ist, sowie Gespräche führen. Bitte melden Sie sich dafür in der Praxis an und holen Sie sich unsere PRAXIS APP über unsere Homepage, oder über www.kinderärzte-im-netz. Anmeldung der Kinder in der App auf Frau Reiter oder Herrn Timnik. Auch wenn Sie Frau Prinz oder Frau Mörike, Frau Merida oder Herrn Elschner sprechen wollen. Bitte machen Sie von dieser Möglichkeit regen Gebrauch. Auch AUs (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen) gehen wieder über die Videosprechstunde!!!
    3. Auch die meisten Peak Flow Kontrollen unserer vielen Asthmatiker im DMP Programm lassen sich über die App und die Videosprechstunde erledigen. Sicher nicht alle. Frau Meyers, die ja viele unserer Patienten als erfahrene Mitarbeiterin in unserer Lungenfunktionsabteilung kennen, wird telefonieren. Peakflowuntersuchungen in der Praxis werden wir versuchen draußen durchzuführen.
    4. Antikörpertests, d.h. Tests, die zeigen sollen, ob ein Mensch die Krankheit hatte und immun ist, ….werden derzeit von den Kassen noch nicht bezahlt, sind in der derzeitigen Lage zu störanfällig und daher nur in ganz wenigen Ausnahmefällen durchzuführen (mit anderen Worten…meist sinnlos). Das kann sich bei einer Zunahme des Infektionsgeschehens schnell ändern.
    5. Und zum Schluss: Keine Panik oder Behördenhetze oder Systemanklage. Wir bewahren alle die Ruhe. Es ist eine besondere Situation und wir müssen das alle gemeinsam bewältigen. Für uns alle wird gelten: „hinterher ist man immer schlauer“.
    6. Und ganz zum Schluss:
      Verkämpfen wir uns nicht…
      Es gibt in diesem Land viele Menschen, auch Kinder, die zu den Risikogruppen gehören. Die können sich nicht zu Hause verstecken.
      Was macht das mit den Eltern dieser Kinder, wenn sie sehen, dass überall gegen die Maskenpflicht verstoßen und gekämpft wird? Wir sind gerne Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. Wir setzen uns gerne für Kranke und Schwache ein und wollen in einer Gesellschaft leben, die sich um die Schwachen und Kranken kümmert. Was können, was müssen wir also tun? Masken tragen. Abstand halten, Händedesinfektion und Lüften. Und sich die Warn APP holen!!!!!!!
    7. Ihr PraxisteamAnhänge…

    Für das Maskentragen ein Videolink:
    https://www.youtube.com/watch?v=Vi3kdmCt_GM

    Hier die links zum Fallzahlcheck:

    Informieren Sie sich auch unter:

  1. a. www.kvb.de/coronavirus und insbesondere beim

    b. Robert-Koch-Institut: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.htlm

    c. Wichtig!!! Beachten Sie allgemeine Hygieneregeln und bringen Sie es Ihren Kindern bei. https://www.bzga.de/infomaterialien/impfungen-und-persoenlicher-infektionsschutz/hygiene/broschuere-10-hygienetipps/

    d. https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_internet/kinderbetreuung/1_de_informationsblatt_fur_eltern_fur_nl_328.pdf

    e. Außerdem gibt es für Augsburger (Stadt und Land) folgende Telefonnummern und Seiten: https://www.landkreis-augsburg.de/soziales-gesundheit/staatliches-gesundheitsamt/coronavirus; Email:  corona@LRA-a.bayern.de

    Telefonnummern:

    – Corona-Hotline des Landratsamtes unter 0821 3102 3999
    – Stadt Augsburg: 0821 324-4444
    – Hotline Coronavirus Bayern: 09131 6808 5101

    Link zu 3 Stufen Plan (Schulen) (derzeit teilweise außer Kraft):
    https://www.br.de/nachrichten/bayern/bayern-mildert-corona-regeln-fuer-schulen-ab-neuer-stufen-plan,S9L2r1

    Link zu 3 Stufen Plan (Kitas, Betreuungseinrichtungen):
    https://www.stmas.bayern.de/imperia/md/content/stmas/stmas_inet/rahmen-hygieneplan_corona_kindertagesbetreuung__stand_15._juni_2020__gultig_ab_15._juni_2020_bf_kws.pdf

  2.  

     

    RKI; Stand 3.11.20; Abstrich u.A. bei:

    Akute respiratorische Symptome jeder Schwere UND
    ▶ Zugehörigkeit zu Risikogruppe ODER
    ▶ Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis, Krankenhaus ODER
    ▶ nach Exposition, bspw. Veranstaltungen mit unzureichender Einhaltung der AHA+L-Regeln ODER
    ▶ Kontakt zu Personen mit akuter respiratorischer Erkrankung (im Haushalt oder Cluster ungeklärter Ursache UND 7-Tages-Inzidenz > 35/100.000) ODER
    ▶ während Symptomatik Kontakt zu vielen Personen ODER
    ▶ weiterhin (prospektiv) enger Kontakt zu vielen Personen oder Risikopatienten

    Kommentar Praxis: Für Kinder, die in irgendeiner Betreuungseinrichtung sind, greifen zur Zeit die Punkte 3, (zur Zeit auch) 4, 5 und 6.

     

    Staatsministerium, Stand 6.11.20:

    Darf mein Kind mit leichten, neu aufgetretenen und nicht fortschreitenden Erkältungssymptomen (Schnupfen ohne Fieber, gelegentlicher Husten) in die Schule gehen?

    ▶ Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 ist der Schulbesuch mit leichten Erkältungssymptomen erlaubt.

    ▶ Für Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 5 gilt:
    – An dem Tag, an dem die Symptome aufgetreten sind, ist der Schulbesuch nicht erlaubt.
    – Der Schulbesuch ist erst wieder möglich, wenn nach mindestens 24 Stunden nach Auftreten der Symptome kein Fieber entwickelt wurde.
    Zusätzlich ist ein entsprechendes ärztliches Attest oder ein negativer Covid-19-Test erforderlich (Entscheidung über Erforderlichkeit trifft Arzt).