Coronavirus Information

20. November 2022

 

Liebe Patienten und Patienteneltern!

Das Coronavirus wird bleiben, wir werden damit leben. In den nächsten Jahren wird es immer wieder mit neuen Varianten Probleme machen, mal mehr, mal weniger gefährlich, ähnlich wie die echte Grippe (Influenza). Also als sog. Endemie, d.h. ein Großteil der Bevölkerung wird immun sein.

Wer sich gegen die Infektion schützen will, wird sich immer wieder mit einem angepassten Impfstoff impfen müssen, ähnlich wie bei der saisonalen Grippe. So sieht es derzeit zumindest aus.

Die jetzt kursierenden Varianten heißen Omikron BA4/BA5. Es sieht so aus, dass wir das Ende der Pandemie erreicht haben. Hurra!!!

Die Infektion mit Omikron schützt nicht vor den älteren Varianten und umgekehrt. Die beste Kreuzimmunität scheint es zu geben, wenn man Delta hatte und danach noch geimpft wurde (mit irgendeinem der Impfstoffe, idealerweise mit dem angepassten Impfstoff gegen BA4/5. Dann ist man auch einigermaßen gegen Omikron und seine aktuellen Varianten geschützt. Laut Literatur schützen 3 Kontakte (ob Infektion oder Impfung). Zur aktuellen Impfempfehlung: s.u., unter Punkt 4.

Insbesondere jetzt, da die Maßnahmen aufgehoben sind, müssen wir in der Praxis besonders gut auf Risikopatienten aufpassen und so gut es geht dafür sorgen, dass sich diese besonders gefährdeten Personen bei uns nicht mit Corona infizieren.

  1. Was also ist zu tun in der Praxis?

a. Trennung von erkrankten Kindern und gesunden Kindern, so gut es geht, d.h. „Infektsprechstunde“ (s.u. Punkt 3) von 10 bis ca. 12.30 Uhr. Nur ausnahmsweise sehen wir erkrankte Kinder auch nachmittags oder vor 10 (Notfälle). Glücklicherweise haben wir 2 Eingänge und 9 Behandlungsräume und einige Luftfiltergeräte. D.h. normalerweise schaffen wir das!

b. Seien Sie solidarisch und helfen Sie empfindliche und gefährdete Personen zu schützen, die sich möglicherweise in der Praxis aufhalten, wenn Sie kommen. D.h. sagen Sie uns telefonisch Bescheid, wenn Sie …

… leicht erkältete Kinder oder Kinder (auch Geschwisterkinder) mit Durchfall außerhalb der Infektsprechstunde bringen (z.B. zu Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Ultraschall etc.).

… und: bitte tragen Sie bis auf Weiteres FFP 2 Masken. In Arztpraxen ist das ja wieder Pflicht.

c. Bitte bringen Sie Handtücher oder Wickelauflagen/Windeln zur Auflage auf die Liegen für Ihre Kinder mit.

 

  1. Immer wichtiger wird die PraxisApp für allgemeine Informationen. Auch für die Videosprechstunde (s.u. Punkt 8). Bitte laden Sie sich diese aufs Smartphone. https://www.monks-aerzte-im-netz.de/praxisapp/praxisapp-mein-kinder-und-jugendarzt/

 

  1. Ablauf der Infektionssprechstunde: Kinder mit Fieber, Husten, Durchfall werden ab ca. 10 Uhr gesehen. Wir machen auch Abstriche, falls erforderlich. Falls Sie mit einem kranken Kind nicht zu den vorgegebenen Zeiten kommen oder gar unangemeldet, kann es sein, dass die Mitarbeiterinnen Sie ggf. wieder nach Hause schicken und zu einem späteren Zeitpunkt bestellen, denn sie sind angewiesen darauf streng zu achten, dass wir gesunde oder nur verschnupfte Kinder und sicher infektiöse Kinder voneinander trennen. Bitte haben Sie dafür Verständnis. Wir müssen weiterhin Risikopatienten und Schwangere schützen!!!! Auch vor anderen Infektionen, z.B. RSV oder Grippe.
    Wenn Sie zum Termin da sind, melden Sie sich an (auf Abstand achten!!!). Sie bekommen einen Pager (Buzzer) und warten entweder draußen oder in unserem Wartezimmer (Maskenpflicht!! FFP2). Sie entscheiden …
    Sobald der Pager piept und rüttelt kommen Sie mit Ihrem Kind an die Anmeldung. Es gibt zwar keine Pizza, aber ein Zimmer! Dort untersuchen wir dann mit Kittel und Maske (nicht erschrecken!). Dieses Vorgehen hat sich für uns bisher bewährt. Bitte, wenn möglich, nur 1 Erwachsener mit dem zu untersuchenden Kind in die Sprechstunde.

 

  1. Zum Thema Impfungen gegen Covid 19:

Wir raten, gemäß der STIKO-Empfehlung, alle Menschen ab 6 Monaten mit Grunderkrankung zu impfen. Eine Grunderkrankung wäre auch ein Infektasthma, das ja viele Kinder haben. Das sind also Kinder, die mit Cortison inhalieren müssen über den Winter und dennoch immer wieder Salbutamol benötigen. Natürlich sollen sich auch Kinder mit anderen Grunderkrankungen, wie z.B. Diabetes oder Herzerkrankungen oder schweren neurologischen Erkrankungen impfen lassen. Insbesondere Kinder mit Adipositas scheinen bei einer Coronainfektion besonders gefährdet zu sein. Grundsätzlich gilt: alle Kinder mit Grunderkrankungen brauchen vor allem dringend die Grippeimpfung.

Der BA4/5 angepasste Impfstoff ist verfügbar. Dieser ist erst ab 12 Jahren zugelassen. Das heißt also: Kinder bis zu einem Alter von 6 Monaten bis 11 Jahren bekommen den für Kinder vorgesehenen Impfstoff, falls sie weniger als 2 Kontakte mit dem Coronavirus bisher hatten (Impfung oder Infektion)

Im Detail:

    1. Wer 3 oder mehr Corona-Kontakte hatte (Impfen oder Erkrankung) sollte ausschließlich den BA4/5-angepassten Impfstoff zur Auffrischung nehmen (>12 Jahren). Für kleinere Kinder ist eine individuelle Beratung erforderlich.
    1. Wer 2 Corona-Kontakte hatte und noch die dritte Impfung braucht (also 2 Kontakte: Erkrankung oder Impfung) …

a. … und mindestens 12 Jahre alt ist: angepasster Impfstoff.

b. … und 5- 12 Jahre alt ist: in diesem Fall empfehlen wir: rasch zur 3. Impfung kommen, herkömmlicher, d.h. zugelassener Impfstoff oder angepassten Impfstoff unter Haftungsausschluss (s.u.).

c. … 6 Monate bis 4 Jahre ist: Auffrischimpfung nur mit zugelassenem Impfstoff, falls dies gewünscht wird und eine der o.g. Grunderkrankungen besteht.

Mindestabstand zum letzten Corona-Ereignis (Impfung oder Erkrankung): 3 Monate.

    1. Wer weniger als 2 Kontakte (also 0 bis 1 Kontakt, d.h. z.B. 1 x erkrankt, oder nur 1 x geimpft, oder auch weder… noch) bekommt zur weiteren (oder neu angefangenen) Grundimmunisierung eigentlich den herkömmlichen Impfstoff, da der angepasste Impfstoff nur für die Auffrischimpfung vorzusehen ist und in der Grundimmunisierung nicht getestet wurde. Dies gilt für alle Menschen ab einem Alter von 6 Monaten. Wer den angepassten Impfstoff dennoch, auch zur Grundimmunisierung will, kann unter Haftungsausschluss von uns auch B4/B5 angepassten Impfstoff zur Grundimmunisierung bekommen ab 5 Jahren (macht Sinn, bedeutet aber immer, dass ein Haftungsausschluss unterschrieben werden muss). 

      Mindestabstand zum letzten Corona-Ereignis (Impfung oder Erkrankung): 3 Monate.

 

Impfstoff: Wir impfen derzeit überwiegend nur mit BioNTech/Pfizer.

Zum Thema Haftungsausschluss für den angepassten Impfstoff:

Den gibt es im Downloadbereich unserer Homepage (beide Eltern müssen unterschreiben).

Download: Haftungsaussschluss
Wer dieses Vorgehen nicht will, muss für seine gesunden Kinder unter 12 Jahren gut abwägen, ob diese überhaupt geimpft werden sollen mit dem für diese Altersgruppe zugelassenen Impfstoff. Dies macht unseres Erachtens, wenn überhaupt, nur für Kinder mit Grunderkrankungen Sinn. Die Grippeimpfung wäre hier definitiv wichtiger … s.a. Blogbeitrag Grippeimpfung.

Die Termine werden online auf unserer Homepage angeboten oder per Telefon in der Praxis vergeben.

Die digital lesbaren Impfdokumente (QR Codes) für die Europa weit geltende App werden wir für die bei uns geimpften Personen erstellen.

 

  1. Videosprechstunde: Hautausschläge können wir meist gut über die Videosprechstunde Ebenso Kopf- und Bauchschmerzen, sofern nicht eine dringende Untersuchung erforderlich ist, sowie Gespräche führen. Bitte melden Sie sich dafür in der Praxis an und holen Sie sich unsere PRAXIS APP über unsere Homepage, oder über www.kinderärzte-im-netz. Anmeldung der Kinder in der App auf Frau Reiter oder Herrn Timnik. Auch wenn Sie Frau Prinz, Frau Weidelener, Frau Peneva oder Herrn Elschner sprechen wollen. Bitte machen Sie von dieser Möglichkeit regen Gebrauch. Auch AUs (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen) gehen weiter über die Videosprechstunde!!!

 

  1. Auch die meisten Peak Flow Kontrollen unserer vielen Asthmatiker im DMP Programm lassen sich über die App und die Videosprechstunde erledigen. Sicher nicht alle. Frau Meyers, die ja viele unserer Patienten als erfahrene Mitarbeiterin in unserer Lungenfunktionsabteilung kennen, wird telefonieren. Peakflowuntersuchungen in der Praxis werden wir versuchen draußen durchzuführen.

 

  1. Antikörpertests, d.h. Tests, die zeigen sollen, ob ein Mensch die Krankheit hatte und immun ist, sind oft schwer zu interpretieren. Dennoch werden dies im Zuge wiedergewonnener Freiheiten wichtig, um z.B. zu belegen, dass eine Infektion stattgefunden hat. Fragen Sie uns, wir helfen weiter.

 

  1. Und zum Schluss: Tragen Sie in allen Innenräumen FFP 2 Masken während der Infektzeit. Das wird auch bei uns zur Höflichkeit gehören irgendwann … und dabei geht es nicht nur um Corona!!!!! Wir erwarten einen schlimmen Influenza- (Grippe-) Winter. Das Maskentragen in Innenräumen ist besser für alle, aber insbesondere für Menschen, die gefährdet sind trotz Impfung …

Ihr Praxisteam

 

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